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Praktiker Zahlen im Schatten der Gewinnwarnung 19.07.2011
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Praktiker-Aktie (ISIN DE000A0F6MD5 / WKN A0F6MD) von "kaufen" auf "halten" herab.
Praktiker werde am 27.07.2011 die Quartalszahlen vorlegen. Bei der Analyse sei zu beachten, dass die Gesellschaft mit einer Gewinnwarnung am 01.07.2011 bereits erste Indikationen für das schleppende Geschäft in Q2 gegeben habe.
Für Q2 würden die Analysten auf der Umsatzseite folgendes erwarten: Marke Praktiker -10%, Max Bahr -1% und für das internationale Geschäft ein Minus von 7,5%, was im Konzern zu einem Umsatzrückgang von 9% führen sollte. Die Prognose für die Ergebnisseite sei mehr als schwierig. Angesichts der Umsatzentwicklung dürfte die Marke Praktiker vor Sonderfaktoren hinter dem Vorjahr zurückbleiben und die Lücke, die sich im ersten Quartal aufgetan habe (14,5 Mio. EUR), noch ausweiten (BHLe: 17,6 Mio. EUR nach 35,6 Mio. EUR in Q2 2010 bzw. -18 Mio. EUR). Max Bahr dürfte leicht hinter dem Vorjahr (19 Mio. EUR) zurückbleiben (BHLe: 17 Mio. EUR). Das internationale Geschäft sollte durch Verbesserungen der Rohertragsmarge und Kostenreduktionen ein Ergebnis auf Vorjahresniveau (1,1 Mio. EUR) erreichen.
Die Analysten hätten im Nachgang zu der o.a. Gewinnwarnung ihre Schätzungen bereits deutlich nach unten angepasst. In der Nachbereitung würden sie jedoch immer mehr zu der Erkenntnis gelangen, die von ihnen ursprünglich angesetzten 180 Mio. EUR für Wertberichtigungen auf Sachanlagevermögen (50 Mio. EUR), auf bestehende Geschäfts- oder Firmenwerte (50 Mio. EUR) und auf latente Steueransprüche (30 Mio. EUR) sowie zusätzliche Zuführungen zu Rückstellungen für belastende Verträge (50 Mio. EUR) zu niedrig angesetzt zu haben. Das Management selber habe von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag gesprochen.
In ihrem jetzigen Modellupdate hätten die Analysten unterstellt, dass es für Praktiker zweifelsohne sinnvoll wäre, die Bilanz ggf. stärker zu bereinigen und die Goodwills für Praktiker (160 Mio. EUR) und Max Bahr (30 Mio. EUR) vollständig abzuschreiben. Inwiefern die Wirtschaftsprüfer diesen sicherlich etwas agressiveren Ansatz mittragen würden, bleibe abzuwarten. In Summe führe diese Methodik zu weiteren Belastungen von 180 Mio. EUR, die insgesamt ein neues Eigenkapital von 388 Mio. EUR (EK-Quote e: 23%) bzw. 6,70 EUR je Aktie nach sich ziehe.
Wenn die Analysten das Kursziel von 6 EUR auf 3,50 EUR revidieren würden, dann hätten sie im Hinterkopf, dass der Markt aktuell aufgrund des historischen Track-record von Praktiker zweifelsohne einen Abschlag auf den Buchwert fordere, was sie in ihrem Kursziel berücksichtigt hätten.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Praktiker-Aktie von "kaufen" auf "halten" zurück. (Analyse vom 18.07.2011) (19.07.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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